Seit Samstagabend , 07.08.2010, ist die Bundespolizeifliegerstaffel Mitte gemeinsam mit Luftrettern von der Berufsfeuerwehr Kassel und der DRK Wasserwacht im Hochwassergebiet Görlitz/Zittau in Sachsen im Einsatz.
Um 21.30 Uhr flogen die Einsatzkräfte, 2 Luftretter der Berufsfeuerwehr Kassel und 2 Luftretter der DRK Wasserwacht aus Gifhorn und Erfurt gemeinsam mit Einsatzkräften der Bundespolizeifliegerstaffel nach Bautzen. Von dem dortigen Standort der Bundespolizeifliegerstaffel wurden sie weiter eingesetzt. Aufgabe war es, vom Hochwasser eingeschlossene Personen mittels Hubschrauber zu retten. Bei solchen Einsätzen wird von der Bundespolizeifliegerstaffel das Fluggerät und Flugpersonal gestellt, die Luftretter kommen von der Berufsfeuerwehr oder anderen Rettungsorganisationen. Die Luftretter werden vom Hubschrauber an einer Winde zu den zu rettenden Personen abgewinscht, um diese zu sichern und in Sicherheit zu verbringen. Für diese Tätigkeit ist eine spezielle Ausbildung für alle beteiligten, Flugpersonal und Luftretter, notwendig. In jährlichen Fortbildungen und gemeinsamen Übungen müssen Einsatzsituationen immer wieder durchgespielt und geübt werden. Dies ist notwendig, um diese überaus schwierige und komplizierte Aufgabe im Ernstfall bewältigen zu können.
Seit Einsatzbeginn am späten Samstagabend wurden von den Einsatzkräften sechs Menschen gerettet. Eine dieser Personen wurde von einem Autodach inmitten der reißenden Neiße geholt, eine andere hatte sich auf einen Betonpoller geflüchtet und erwartete dort die Retter.
Am Sonntagmorgen um 09.00 Uhr flogen zwei weitere Luftretter und ein Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Kassel gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften der Bundespolizeifliegerstaffel von Fuldatal aus in das Katastrophengebiet. Insgesamt sind zur Zeit 14 Einsatzkräfte - 7 Bundespolizeifliegerstaffel Fuldatal, 6 Luftretter, 1 Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Kassel - im Einsatz.
Außer zwei Hubschraubern aus Fuldatal sind weitere Maschinen anderer Bundespolizeifliegerstaffeln mit Luftrettern vor Ort. Da die akute Rettungsphase vorerst beendet ist, werden alle Einsatzkräfte noch am Sonntagabend zurückerwartet. Ein Hubschrauber der Bundespolizeifliegerstaffel Mitte bleibt vorerst in Bautzen stationiert, um bei einer Änderung der Lage schnell reagieren zu können.