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Stadt Kassel testet am 15. Oktober ihre Warn-Sirenen

Hochleistungssirene der Stadt Kassel; © Feuerwehr Kassel

Die Stadt Kassel testet am Samstag, 15. Oktober, die Funktionsfähigkeit ihres Sirenensystems. In Kassel gibt es 25 Sirenen, um die Bevölkerung im Falle eines größeren Schadensfalles schnell vor möglichen Gefahren warnen zu können. Bei dem Probealarm wird nicht nur getestet, ob alle Sirenen funktionieren. Es wird auch überprüft, wie gut die Sirenensignale in den einzelnen Bereichen der Stadt zu hören und wo weitere Sirenen erforderlich sind. Ein weiteres Ziel ist es, die Menschen in Kassel über die Sirenensignale zu informieren und für den Alarmfall mit Verhaltensweisen zu sensibilisieren.

"Mit dieser Sirenenprobe wollen wir die Tradition der jährlichen Sirenenprobe wieder aufnehmen", erklärt Stadtkämmerer Christian Geselle, der als Brandschutzdezernent auch für die Feuerwehr und den Katastrophenschutz zuständig ist. "Denn es ist wichtig, dass die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Kassel die Sirenensignale und deren Bedeutung kennen und wissen, wie sie sich im Alarmfall richtig verhalten".

Die Sirenen werden von der Feuerwehr Kassel im Falle einer Katastrophe oder einer anderen Gefährdungslage ausgelöst, von der eine Vielzahl von Menschen betroffen ist. Das kann etwa die Rauchwolke eines Großbrandes sein, das Ausströmen gefährlicher Stoffe aus einem verunglückten Tanklastwagen oder die Evakuierung eines Gebiets aufgrund der Entschärfung einer Fliegerbombe.


Ablauf: Drei Signale ertönen

Sirenenprobe in Kassel; © Stadt Kassel

"Für den weiteren Ausbau und die Modernisierung des Sirenensystems ist es notwendig, mögliche Schall-Deckungslücken aufzuspüren und für neue Sirenen optimale Standorte zu finden", erklärt Brandschutzdezernent Geselle. Daher werden am kommenden Samstag etwa 100 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Freiwilligen Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks sowie der Sanitätsorganisationen im gesamten Stadtgebiet positioniert. Sie sollen protokollieren, wie gut die Sirenensignale dort zu hören sind.

Die Sirenenprobe am Samstag, 15. Oktober, beginnt um 10:05 Uhr zunächst mit einem einminütigen Dauerton, der zweimal unterbrochen ist. "Mit diesem Signal können die Freiwilligen Feuerwehren sowie die Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz alarmiert werden, wenn die sogenannte stille Alarmierung über Funkalarmempfänger einmal ausgefallen sein sollte", erklärt Tobias Winter, stellvertretender Amtsleiter der Feuerwehr Kassel.

Es folgt um 10:10 Uhr ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton, der im Ernstfall der Warnung der Bevölkerung dient. Für die Menschen in dem betroffenen Gebiet gelten dann folgende Verhaltenstipps:

  • Schließen Sie Fenster und Türen
  • Suchen Sie hoch gelegene Stockwerke auf (wenn vorhanden)
  • Schalten Sie Klimaanlagen und Zwangsbelüftung aus
  • Nehmen Sie (fremde) Personen auf
  • Informieren Sie sich via Rundfunk, Internet und soziale Medien über die Gefahrensituation

 

Als drittes Signal bei der Sirenenprobe ertönt um 10:15 Uhr erneut der einminütige Dauerton, der zweimal unterbrochen ist.


Hintergrund: Das Sirenensystem in Kassel

Der Bund hat in der ersten Hälfte der 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts beschlossen, sein bundeseigenes Sirenennetz für den Zivilschutz im Verteidigungsfall abzubauen. Die Stadt Kassel ist eine der wenigen Großstädte, die einen Teil der vorhandenen Sirenen übernommen und somit ein eigenes System zur akustischen Warnung der Bevölkerung aufrecht erhalten hat.

Von den neun pneumatischen Hochleistungssirenen und 64 mechanischen Sirenen wurden sämtliche pneumatische und 14 mechanische Sirenen übernommen. 50 mechanische Sirenen wurden aus Kostengründen Mitte der 90er-Jahre abgebaut. Zeitgleich wurden die Sirenen vom alten Auslösungsverfahren über Telefonleitungen auf Funkauslösung umgebaut. In den vergangenen Jahren wurden acht der neun pneumatischen Hochleistungssirenen aufgrund von technischen Defekten durch neue elektronische Hochleistungssirenen ersetzt. Zwei neue elektronische Sirenen wurden außerdem im Industriegebiet Waldau und am Schwimmbad Wilhelmshöhe installiert. Somit unterhält die Stadt Kassel über das Stadtgebiet verteilt 25 Warn-Sirenen.

Für eine mögliche Alarmierung können alle Sirenen gleichzeitig ausgelöst werden. Mit der Umrüstung von der analogen auf die digitale Funkauslösung (vom Land Hessen für das Jahr 2018 geplant) kann dann jede einzelne Sirene nach Bedarf separat ausgelöst werden. Ziel solle es sein, eine möglichst flächendeckende, effektive und wirtschaftliche Beschallung über das bebaute und bewohnte Stadtgebiet  zu erreichen.


Mehr Informationen

Weitere Informationen zu den Sirenensignalen und Hörproben finden Sie auf den Internetseiten der Stadt Kassel unter www.notfall.kassel.de

Informationen über die Gefahrensituation erhalten die Menschen in Kassel im Ernstfall über das Internet unter www.notfall.kassel.de, in den Sozialen Medien der Stadt Kassel (Twitter: www.twitter.com/stadtkassel Hashtag #notfallks und Facebook: www.facebook.com/stadtkassel) sowie im Radio (hr1, 99,9 Mhz; FFH 103,7 Mhz).

Veröffentlicht am:   07. 10. 2016