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Notruf 112 - europaweit

Weniger als jede fünfte Person in Deutschland weiß, dass der Notruf 112 europaweit gilt, so die   leitende Branddirektor der Feuerwehr Kassel, Norbert Schmitz. Das bedeutet auch, vier von fünf Personen können im europäischen Ausland den lebensrettenden Notruf nicht nutzen. Dabei wird der Euronotruf im Jahr 2016 bereits 25 Jahre alt. Die Feuerwehr Kassel möchte deshalb die Vorteile des europaweiten Notrufs 112 bekannter machen. Denn er ist vorwahlfrei, kostenlos und mit ihm erreichen Sie immer die Ihnen nächstgelegene Notrufzentrale, so Schmitz. Ohne diese gemeinsame Nummer müsste man bei einer Reise durch alle EU-Staaten über 40 unterschiedliche Notrufnummern kennen, um in jedem Land die Feuerwehr, Rettung oder Polizei zu erreichen. Um die europaweite Gültigkeit des Notrufs 112 bekannter zu machen, hat der Euronotruf am 11. Februar sogar einen eigenen europäischen Tag denn an diesem Tag steckt die Notrufnummer schon im Datum (11.2.).

Die Feuerwehr Kassel wirbt auch auf ihrer Webseite/ihren Fahrzeugen mit dem blau-gelben "Notruf 112 europaweit"-Logo, das sowohl die Notrufnummer wie auch deren europaweite Gültigkeit transportiert. Da können die Bürgerinnen und Bürger sofort erkennen, dass die "112" europaweit gilt, so Herr Schmitz.

Feuerwehrchef Norbert Schmitz weist weiter darauf hin, dass die 112-Notrufe aus dem Landkreis   bei der Integrierten Leitstelle der in Kassel auflaufen. Diese ist rund um die Uhr von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Feuerwehr besetzt. Die Notrufe werden nach einem strukturierten Frageschema bearbeitet und die nach Einschätzung der Disponentin oder des Disponenten erforderlichen Hilfskräfte alarmiert. Während die Einsatzkräfte anfahren kann die Leitstelle bei Bedarf Erste-Hilfe-Hinweise an den Anrufenden weitergeben. Täglich erreichen etwa 1000 Notrufe die gemeinsame Leitstelle in Kassel.


Tipps zum Absetzen eines Notrufs

Im Frankreich-Urlaub brennt es plötzlich in der Ferienwohnung; bei der Fahrt durch Estland kommt es zum Verkehrsunfall – Sie zücken Ihr Telefon, wählen den EU-weiten Notruf 112 und erreichen die Leitstelle von Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei. Was sind nun die wichtigsten Informationen für den Menschen am anderen Ende der Leitung?

  • Was ist passiert? Abhängig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge alarmiert – beim Müllcontainerbrand kommt die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug, beim Handtaschenraub die Polizei im Streifenwagen.

  • Wo ist es passiert? Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer (wenn zutreffend) hilfreich, sondern auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Häufig werden durch die Leitstellen große Gebiete bearbeitet, in dem es dann mehr als eine "Hauptstraße" oder "Bahnhofsstraße" gibt. Die Nennung des Ortes vermeidet, dass in mehreren Gemeinden Rettungskräfte alarmiert werden.

  • Wie viele Verletzte/betroffene Personen sind es? Vom einzelnen Fußgänger bis zum vollbesetzten Schulbus – abhängig von der Anzahl der gefährdeten Menschen werden unterschiedlich viele Rettungsmittel benötigt. Wenn die Leitstelle dies bereits beim Notruf erfährt, kann sie zielgerecht alarmieren.

  • Wer ruft an? Gerade, wenn eine Einsatzstelle beispielsweise beim außer Kontrolle geratenen Lagerfeuer im Wald schwer von außen zu finden ist, ist es für die Einsatzkräfte hilfreich, wenn die Leitstelle den Anrufer nochmals kontaktieren kann.

  • Warten auf Rückfragen? Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf! Falls man nun in der Hektik eine wichtige Angabe vergessen hat, werden die routinierten Leitstellenmitarbeiter dies abfragen. Daher sollte man nie als erster auflegen, sondern warten, bis die Notrufstelle erklärt hat, dass sie alle Informationen hat.

Veröffentlicht am:   22. 01. 2016